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10 Kennenlernspiele

Immer mal wieder fangen neue Jungscharen an, kommen neue Mädchen und Jungen in schon vorhande Jungscharen. Um sich besser kennenzulernen, kann es ein guter Weg sein, mit den Kindern in den ersten Gruppenstunden einige Kennenlernspiele zu machen. Die folgenden Spiele sind Vorschläge für solche Aktionen. Auch wenn das Spiel vom letzten Jahr noch bekannt ist, kann es in der Gruppe durchaus gut ankommen: Wenn jemand im Voraus einschätzen kann, ob das Spiel für die Gruppe geeignet ist, dann der / die Gruppenleiter/in selber.

Du bist doch der X!
Die Gruppe sitzt im Kreis. Ein/e Teilnehmer/in steht in der Mitte, geht auf eine Person zu und sagt: "Du bist doch der X" Anstatt das X auszusprechen benützt sie einen Namen, der ihrer Meinung nach auf KEINEN in der Gruppe paßt. Der Gefragte antwortet: "Nein, ich bin nicht der X, mein Name ist Y" Anstatt des Y nennt der Gefragte seinen Namen. Falls der Name X doch auf eine Person in der Gruppe paßt, ruft dieser HALT und darf in die Mitte.
(Variante: darf eine Person aussuchen die in die Mitte muß.)

Ich habe mal ein Buch gelesen...
Die Gruppe sitzt im Kreis. Ein Teilnehmer fängt an und sagt zu seinem Nachbarn auf der linken Seite: "Ich habe mal ein Buch gelesen. Sein Autor hieß (hier nennt er seinen eigenen Namen)". Darauf antwortet der zweite Teilnehmer: "Kenne ich nicht. Aber gestern sah ich den neuen Film von (hier nennt er seinen eigenen Namen)". So geht das Spiel weiter. Einer hat Schuhe an, die das Design von ... haben, der nächste hat sein Fahrrad in die Werkstatt von ... gebracht und so weiter. Die Teilnehmer werden motiviert, ihre eigenen Berufsträume mit einfließen zu lassen: Wer also Krankenschwester werden will erzählt, daß er gestern von einer Krankenschwester namens ... gepflegt wurde.

Am Telefon!
Ein Jungscharler bekommt ein Telefon in die Hand gedrückt. Es klingelt und er geht dran: "Jungschar ... guten Tag. ... am Apparat." Darauf der/die Mitarbeiter/in: "Können Sie mir Informationen zu diesem Paulus geben" Der Jungscharler: "Augenblick, ich verbinde Sie" und gibt den Hörer an die nächste Person weiter, diese stellt sich mit Namen vor. Darauf der/die Mitarbeiter/in: Ja ihr Kollege, (nennt den Namen vom ersten Jungscharler) hat mich zu Ihnen weiterverbunden. Ich hätte da eine Frage zu einem gewissen Paulus" "Tut mir leid. Kenne ich nicht. Ich verbinde sie weiter". Jedem Jungscharler, der das Telefon in der Hand hat, erzählt der/die Mitarbeiter/in aufs Neue, wer sie weiterverbunden hat und stellt immer eine neue Frage, aber im Zusammenhang mit der bereits erwähnten biblischen Person oder Geschichte. So können einige Fragen gestellt werden, die nachher in der Andacht beantwortet werden. Im Spiel jedoch tun die Jungscharler so, als wüßten sie nie eine Antwort und verbinden weiter mit der nächsten Person.

Hast Du Schuhgröße 45?
Die Gruppe sitzt im Kreis. Der Leiter / die Leiterin gibt den Jungscharlern zuerst die Aufgabe, den Namen des rechten Nachbarn zu erfragen. Dann fängt einer an und fragt seinen Nachbarn: "(Nennt den Namen des Nachbarn) hast du Schuhgröße 45?" worauf dieser mit "Nein, ich nicht aber vielleicht mein Nachbar" und fragt diesen: "... hast du Schuhgröße 46? worauf dieser wieder mit "Nein, ich nicht..." antwortet und seinen Nachbarn fragt. Die Schuhgrößen werden immer größer!

Bin ich vielleicht DU?
Die Jungscharler werden gleich nach ihrer Ankunft nach ihrem Namen gefragt, dieser wird deutlich lesbar auf einen großen Zettel geschrieben. Wenn alle Jungscharler da sind, stellen sie sich mit der Nase dicht an der Wand in einer Reihe auf. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen befestigen die Namenszettel auf den Rücken der Kinder so, daß kein Kind seinen eigenen Namen auf dem Rücken hat. Die Aufgabe der Jungscharler ist jetzt, herauszufinden, wessen Name auf ihrem Rücken steht, indem sie den Anderen Fragen über die von ihnen vermutete Person stellen. Der Name der zu erratende Person darf erst ausgesprochen werden wenn der Ratende ganz sicher ist! Täuscht er sich doch, muß er ein anderen Partner suchen.

Namenpuzzle
Jeder Jungscharler erhält so viele Zettel, wie er Namen hat (1. Vorname, 2. Vorname, 1. Nachname, 2. Nachname (bei Doppelnamen...)). Aus Zeitungsüberschriften schneidet jeder die Buchstaben aus, die er braucht und klebt diese auf Zettel so auf, daß jeder Zettel einen seiner Namen enthält. Zum Schluß werden alle Zettel in einem großen Korb gemischt. Der jüngste Teilnehmer / die jüngste Teilnehmerin darf zuerst würfeln. Je nach Augenzahl des Würfels zieht er / sie dann die entsprechende Anzahl an Namen aus dem Korb. Wenn er / sie alle hat, wird die Stoppuhr eingesetzt. Ziel ist es, die Zettel an die richtigen Personen so schnell wie möglich los zu werden. Eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter schreibt die Zeit, die jeder dafür benötigt auf einem Plakat auf - als Rekordzeit für diese Kartenzahl. Erst wenn dieser Rekord gebrochen wird, kann eine neue Zahl auf das Plakat geschrieben werden. Die Karten müssen nicht an die Personen verteilt werden, die sie gemacht haben: Es ist nur wichtig, daß die Person den Namen trägt, der auf der Karte steht!

Buchstabenbingo!
Der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin hat einen "Hut" mit kleinen Zetteln vorbereitet: Auf jedem Zettel ist ein Buchstabe aus dem Alphabet. Jeder Buchstabe kommt einmal vor. Jeder Jungscharler bekommt einen Stift und ein Blatt Papier. Auf das Blatt Papier zeichnet jeder Jungscharler so viele Felder, wie Buchstaben in seinen Namen vorkommen: Thomas zeichnet also: rrrrrr . Wer die wenigsten Felder hat, darf entscheiden welche Felder die anderen jetzt ausfüllen dürfen. Alle müssen am Anfang des Bingos die gleiche Zahl von leeren Feldern haben. Jetzt zieht der Mitarbeiter / die Mitarbeiterin einen Buchstaben nach dem anderen aus dem Hut. Für jeden Buchstaben, der gezogen wird, dürfen die Jungscharler alle Felder, in denen dieser Buchstabe vorkommt, ausfüllen. Wer zuerst alle Buchstaben seines Namens in die leeren Felder eintragen konnte, hat gewonnen.

Wessen Name ist gefragt?
Dieses Spiel braucht etwas intensivere Vorbereitung von den Mitarbeitern und ist nur bei Anlässen durchführbar, bei denen bekannt ist, wer erscheinen wird (z.B. bei Freizeiten, bei denen die Anmeldung vorher schriftlich erfolgt). Für die Namen in der Gruppe wird eine Codesprache verwendet: Für jeden Buchstaben wird ein Bibelvers angegeben. Es gilt jeweils der erste Buchstabe des Verses (bitte genau dieselbe Ausgabe von Bibeln für alle mitbringen). Die Jungscharler sind in zwei bis drei Gruppen aufgeteilt. Die Codesprache für einen Namen wird an der Wand auf einem Karton oder mit Tageslichtprojektor gezeigt. Wer zuerst den Namen der Codesprache erraten hat, bekommt einen Punkt. Danach wird der nächste Name gesucht. Bei Gruppen, in denen die Jungscharler älter sind, empfiehlt es sich, mit Nachnamen zu spielen, bei sehr "jungen" Gruppen dürfen nicht alle Buchstaben verschlüsselt sein.

Ich mag...
Im Raum hängen viele Kartons mit Bildern, zum Beispiel von Lebensmitteln, Schulsachen, Spielzeug... Jedes Kind darf seinen Namen auf die Plakate schreiben, bei denen irgendetwas zu finden ist, das es mag.
Oder: Die Gruppe stellt sich jeweils vor ein Plakat hin und die Mitarbeiterin / der Mitarbeiter fragt: Wer mag (nicht), was hier auf dem Plakat zu sehen ist und schreibt die Namen auf das Plakat.

Felder, Felder, Felder
Auf dem Boden werden sechsmal so viele Felder markiert, (z.B. mit Tesakrepp) wie Kinder anwesend sind. Jedes Kind darf sich ein Feld aussuchen. Jedes Kind darf sich aus einem gut gefülltem Korb einen Gegenstand heraussuchen und ein Feld mit diesem Gegenstand belegen. Jeder Gegestand ist einmalig. Kinder und Mitarbeiter stellen sich um die Felder herum. Eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter läßt Musik laufen und hält diese nach dem Zufallsprinzip an. Während die Musik läuft, geben die Jungscharler einen Würfel weiter. Wer den Würfel in seiner Hand hält, wenn die Musik stoppt, benennt einen Gegenstand als Reiseziel. Dann darf er würfeln. Entsprechend der gewürfelten Zahl darf er seinen Gegenstand nach folgender Regel bewegen: Das Kind bewegt seinen Gegenstand entsprechend der gewürfelten Zahl in die Richtung des gewählten Gegenstandes. Erlaubt sind nur Bewegungen vorwärts, rückwärts oder seitwärts - nicht schräg. Wenn der eigene Gegenstand auf dem gewünschten Feld eintrifft, muß der Besucher den Einheimischen begrüßen: Guten Tag (hier nennt er den Namen der Person, der der Gegenstand gehört). Wer den richtigen Namen nennt, bekommt einen Punkt und der Würfel geht weiter. In kleinen Gruppen ist es besser, die Musikunterbrechung wegzulassen und der Reihe nach zu würfeln.

Alles klar?
(Pétur Thorsteinsson)



Erstellt von: HS
Erstellt am: 01/02/98
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WBMB Gerd Bürkle